Der Ablauf in unserer Praxis

Wir beginnen mit einer sorgfältigen Voruntersuchung, die aus einer eingehenden Vorberichtserhebung, einer Gangbildanalyse, einer Triggerpunktuntersuchung sowie einer Beratung besteht.

Gangbildanalyse:

Erfassen aller Gangbildveränderungen, Schonhaltungen, Lahmheiten des Patienten im Schritt und im Trab.

 

 

Triggerpunktuntersuchung:

Manuelle Untersuchung auf Schmerzsituationen unter Zuhilfenahme von speziellen Akupunkturpunkten, den Triggerpunkten. Triggerpunkte sind kleine Verhärtungen in einem Muskel, sog. „verkrampfte Zonen“ der Muskulatur. Betroffene Muskelareale können nicht mehr an der normalen Anspannung und Entspannung des Muskels teilhaben. Auf Dauer führt dies zu einer Verkürzung des entsprechenden Muskels. Es kommt zu einer Schmerzausstrahlung, die meist mit weiteren Funktionsstörungen im Bewegungssystem in Zusammenhang steht. Triggerpunkte werden unmittelbar durch akute Überlastung, Ermüdung, Schonhaltung, Überarbeitung oder auch durch ein direktes Trauma aktiviert.

Im Folgenden wird der Patient gewogen und einer Untersuchung des Herz-/ Kreislaufssystem unterzogen, der Hund bekommt ein Venenkatheter um hierüber die Sedation einzuleiten und diese gut kontrollieren zu können. Die notwendigen Röntgenbilder werden im Anschluss digital angefertigt.

Nach Abwägen aller ermittelten Befunde werden nun die Akupunkturpunkte mit Goldimplantaten versorgt, diese können sowohl gelenksnah als auch fern vom Krankheitsgeschehen (z.B. zwischen den Zehen) lokalisiert sein. Die betroffenen Stellen werden rasiert, sorgfältig gereinigt und desinfiziert.

Mit einer speziell entwickelten Injektionstechnik und einem speziell für diese Technik entwickelten Injektionsgerät werden die Gold- oder in manchen Fällen auch Platinimplantate an Akupunkturpunkte in die Muskulatur oder unter die Haut gesetzt, die die Schmerzsituation der betroffenen Gelenke verbessern. Die Implantate bestehen aus 24-karätigem Gold- oder Platindraht geschnittene, stiftförmige Drahtstückchen.

 

Die Gold- oder Platindrahtstücke wachsen ohne weitere Probleme im Gewebe ein und verbleiben ein Leben lang an ihrer gewünschten Stelle – sie wandern nicht! Diese Methode ist minimal invasiv und bereitet dem Patienten keine Operationsschmerzen.

Der Eingriff dauert je nach Schwere der Erkrankung in der Regel, inkl. Voruntersuchung, zwischen zwei bis vier Stunden. Die Sedation (Leichtnarkose) wird nach Beendigung des Eingriffs wieder rückgängig gemacht, die Hunde stehen problemlos auf, können den Tag über noch etwas schläfrig bleiben, verlassen aber in der Regel wieder auf ihren vier Pfoten die Praxis.

Text: Peter Rosin